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Pressemeldungen

Dienstag, 02. März 2010

DAK Hessen startet Kampagne gegen Komasaufen

Kreativ gegen Komasaufen: Die DAK startet in Hessen eine Kampagne gegen den zunehmenden Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen. Unter dem Motto „bunt statt blau“ werden bis Ende April die besten Plakate von Jungen und Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren gesucht. Da die Aktion auch bundesweit läuft, hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, die Schirmherrschaft übernommen. Die bekannte Pop-Band „Monrose“ unterstützt die Initiative ebenfalls. In Hessen steht Gesundheitsminister Jürgen Banzer hinter der Aktion in die fast 600 hessische Schulen eingebunden werden. Der Landessieger aus Hessen erhält als Hauptpreis 500 Euro. Informationen gibt es in allen DAK-Servicezentren oder unter www.dak-buntstattblau.de

Hintergrund der Aktion: Obwohl der regelmäßige Alkoholkonsum insgesamt zurückgeht, nimmt gleichzeitig das so genannte Komasaufen stark zu. Allein 2008 wurden laut Bundesstatistik 25.700 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung behandelt. In Hessen landeten 1.621 Jungen und Mädchen im Krankenhaus. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Anstieg um gut 12 Prozent. Am stärksten betroffen waren beispielsweise die Stadt Darmstadt (plus 108 Prozent) und der Landkreis Marburg-Biedenkopf (plus 69 Prozent). „Wir sehen dieser erschreckenden Entwicklung nicht tatenlos zu“, erklärt DAK-Landeschef Michael Hübner. „Deshalb suchen wir junge Künstler mit Köpfchen. Die bunten Bilder sollen ein Zeichen setzen gegen blaue Kids. Wir sind gespannt, mit welchen Ideen und Motiven Jungen und Mädchen ihre Altersgenossen beim Thema Alkohol ansprechen.“

17 Prozent mehr Alkoholvergiftungen bei 10- bis 15-Jährigen

Gesundheitsminister Banzer begrüßt den Plakatwettbewerb. „Gerade bei Kindern und Jugendlichen sagt ein Bild oft mehr als 1000 Worte“, betont der Schirmherr. „Besondere Sorgen machen mir die 10- bis 15-Jährigen.“ Bei dieser sehr jungen Gruppe wurden 2008 in Hessen insgesamt 309 Kinder mit einer Alkoholvergiftung in der Klinik behandelt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Anstieg um 16,6 Prozent. „Wichtig ist, dass die Schulen angeschrieben und in die DAK-Aktion einbezogen werden“, erklärt Banzer. „In den Klassen muss offen über das Problem gesprochen werden.“

„Man kann ohne Alkohol viel mehr erreichen“

Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten sitzt die Pop-Band „Monrose“ in der Jury, die aus 16 Landessiegern den Bundessieger ermittelt. „Man kann ohne Alkohol und Drogen viel mehr erreichen“, erklären die Band-Mitglieder Mandy, Bahar und Senna ihr Engagement. „Nüchtern sein ist besser. Das möchten wir den Jugendlichen mit auf den Weg geben.“

Die Initiative „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der die DAK seit 2004 Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.

Quelle: DAK