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Pressemeldungen

Montag, 01. Februar 2010

Bewegung bremst Osteoporose

Etwa acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Osteoporose, auch Knochenschwund genannt. Bei dieser Erkrankung produziert der Körper zu wenig Knochenmasse. Das führt nicht nur dazu, dass die Betroffenen Schmerzen haben. Auch die Substanz und vor allem die Dichte der Knochen wird bei fortschreitendem Krankheitsverlauf immer geringer. Schon harmlose Belastungen oder leichte Stürze können dann zu Knochenbrüchen führen. Mit fortschreitender Osteoporose heilen Knochenbrüche immer schlechter.

Knochenabbau wird in jungen Jahren angelegt
Eine Osteoporose entwickelt sich immer schleichend – hat also meist eine lange Vorgeschichte. So gehen Wissenschaftler mittlerweile davon aus, dass ein Großteil der heutigen Osteoporose-Fälle mit der Mangelernährung nach dem Krieg zusammen hängt. Bei diesen Patienten war schon während der Wachstumsphase in jungen Jahren die Knochenbildung zu gering, die Knochendichte somit von vornherein niedriger. Da es jedoch im Alter ganz automatisch zu einem Rückgang der Knochenmasse kommt, haben diese Menschen ein erhöhtes Osteoporose-Risiko.

Doch eine schlechte Ernährung ist nicht die einzige Ursache für den Knochenabbau. Auch der Faktor Bewegung spielt eine große Rolle – vor allem, wenn es darum geht, den altersbedingten Knochenabbau hinauszuzögern oder zu stoppen.

Spätestens seitdem es bemannte Raumstationen gibt, weiß man, wie sich ein Mangel an körperlicher Anstrengung auf den Bewegungsapparat auswirkt: In der Schwerelosigkeit des Weltalls sind für die alltäglichen Dinge nur minimale Kräfte erforderlich. Muskeln und Knochengerüst werden kaum belastet. Unter diesen Bedingungen kommt es schon bald zu einem signifikanten Rückgang an Muskel- und Knochensubstanz. Deswegen haben die Weltraumstationen Fitness-Geräte an Bord. Die Besatzungen müssen kontinuierlich trainieren, um einem gefährlichen Muskel- und Knochenabbau vorzubeugen.

Bewegung "härtet" Knochen
Derselbe Effekt tritt auch auf der Erde auf – wenn auch in deutlich abgeschwächter Form: Bewegungsmangel führt dazu, dass der Körper nicht in dem Maße Knochensubstanz nachbildet, wie es eigentlich notwendig wäre. Und im Umkehrschluss heißt das: Schon ein moderates Muskeltraining stärkt den gesamten Körperbau. Dadurch wird der Organismus angeregt, das Skelett nachhaltig zu stärken.

Diverse Untersuchungen konnten belegen: Übungen an Fitness-Geräten eignen sich zur Vorbeugung gegen Osteoporose. Aber auch alle anderen sportlichen Betätigungen fördern den Knochenaufbau – vom Jogging übers Schwimmen bis hin zu Ballsportarten. Wichtig ist, dass man sich überhaupt bewegt.

Natürlich spielt auch die Ernährung eine Rolle. Denn zwar regen die Belastungen und Kräfte, die während der Bewegung auf die Knochen wirken, den Körper zum Aufbau weiterer Knochenzellen an. Das geht aber natürlich nur, wenn die dafür erforderlichen Substanzen vorhanden sind. Und dazu zählt in erster Linie Kalzium. Neben diesem Element brauchen die Knochen aber auch viel Vitamin D. Und dieses Vitamin bildet der menschliche Körper selbst mit Hilfe des Sonnenlichts. Auch das ist ein Argument für mehr Aktivität im Freien! Wer sich täglich eine halbe Stunde oder länger draußen bewegt, deckt seinen Bedarf.

Milch: nur ein möglicher Kalziumlieferant
Für eine kalziumreiche Ernährung werden immer wieder Milch und Milchprodukte empfohlen. Diese sind jedoch nicht die einzigen möglichen Kalziumlieferanten. Auch Mohn, Sesam, Tofu, Feigen, Mandeln, Haselnüsse und Petersilie liefern dem Körper die für den Knochenbau wichtige Substanz.

In jedem Fall gilt aber: Den optimalen Nutzen aus einer kalziumreichen Ernährung kann der Körper nur dann gewinnen, wenn er durch Sport und Bewegung ausreichend zur Knochenbildung angeregt wird.

Quelle:HEK