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Mittwoch, 10. Februar 2010
AOK-Hausarztvertrag in Niedersachsen unterschrieben
Hohe Standards bei der Patientenversorgung
Hannover, 10. Februar 2010 - AOK-Versicherte in Niedersachsen können ab
April eine verbesserte Versorgung in Anspruch nehmen. Das sieht ein
entsprechender Vertrag zur hausärztlichen Versorgung in Niedersachsen
vor, den die Vertragsgemeinschaft bestehend aus den Hausärzteverbänden
Niedersachsen und Braunschweig sowie der Kassenärztlichen Vereinigung
Niedersachsen (KVN) und die AOK Niedersachsen heute unterzeichnet
haben.
Bei der sogenannten hausarztzentrierten Versorgung soll der Hausarzt
stets der erste Ansprechpartner des Patienten sein und dabei auch die
weitergehende Behandlung bei Fachärzten oder im Krankenhaus steuern. Die
zusätzliche Vergütung der Ärzte erfolgt über Euro-Pauschalen. Für
Patienten bietet der Vertrag unter anderem folgende Vorteile: begrenzte
Wartezeit, Abendsprechstunden für Berufstätige, Vermeidung unnötiger
Krankenhausaufenthalte. Die Teilnahme ist für Versicherte und Ärzte
freiwillig.
Das Hausarztmodell entspricht dem aktuellen Stand der medizinischen
Versorgungsforschung. Im Einzelnen übernehmen die teilnehmenden
Hausärzte folgende Aufgaben:
n Sie bieten ihren Patienten bei allen medizinischen Problemen
eine fachlich und therapeutisch qualifizierte Versorgung.
n Sie managen den Übergang zur fachärztlichen und stationären
Versorgung sowie zu Angeboten der AOK Niedersachsen. Dazu gehören zum
Beispiel Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen.
n Sie informieren die teilnehmenden Patienten über die von der AOK
Niedersachsen angebotenen Chroniker-Programme („Curaplan“).
n Sie verpflichten sich im Rahmen der wirtschaftlichen Verordnung
von Arzneimitteln, die in den wissenschaftlichen Leitlinien genannten
Wirkstoffe zu beachten. Außerdem achten sie dabei auf die Qualität der
Medikamentenauswahl und erhöhen damit die Arzneimittelsicherheit.
n Sie erklären sich bereit, für eingeschriebene Versicherte bei
vorab vereinbarten Terminen die Wartezeit grundsätzlich auf 30 Minuten
zu begrenzen.
n Sie bieten pro Woche eine Abend- oder Wochenendsprechstunde an.
„Mit dem Vertrag zur hausarztzentrierten Versorgung haben wir hohe
Standards in Bezug auf die Qualitätsanforderungen gesetzt“, so
Eberhard Gramsch, der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenärztlichen
Vereinigung Niedersachsens (KVN). „Wir bieten den niedersächsischen
Patientinnen und Patienten eine koordinierte medizinische Versorgung auf
hohem Niveau.“
„Für die Versicherten der AOK Niedersachsen werden die Wege damit noch
kürzer und die medizinische Betreuung noch intensiver. Gleichzeitig
bauen wir mit dem Vertrag unser umfangreiches sektorenübergreifendes
Leistungsangebot weiter aus“, unterstrich Dr. Jürgen Peter,
Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen.
„In diesem Vertrag gibt es nur Vorteile für alle Teilnehmer“, sagte
Dr. Heinz Jarmatz, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Niedersachsen.
„Für die Ärzte bedeutet die Teilnahme eine angemessene Honorierung
ihrer Leistungserbringung.“ Der Vorsitzende des Hausärzteverbandes
Braunschweig, Dr. Carsten Gieseking, geht davon aus, dass sich bis zu
5000 Ärzte dem Vertrag anschließen werden.
Das Versorgungskonzept zur hausarztzentrierten Versorgung richtet sich
an alle Versicherten der AOK Niedersachsen mit Wohnsitz in
Niedersachsen, die das 15. Lebensjahr vollendet haben. Diese wählen sich
einen teilnehmenden Hausarzt und erklären ihre Teilnahme schriftlich.
Versicherte sind an den gewählten Hausarzt mindestens ein Jahr
gebunden.
Quelle: AOK



