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Implantate - die Basis für Kronen, Brücken und Prothesen

Lesezeit: 2 Min.

Wenn Zahnersatz notwendig wird, sind Zahnimplantate besonders empfehlenswert. Hierbei handelt es sich um künstliche Zahnwurzeln, die fest im Kiefer verankert werden und sich später nicht von einem natürlich gewachsenen Zahn unterscheiden. Implantate können für Kronen eingesetzt werden, sie halten aber auch Brücken oder Prothesen sicher und fest. Im Gegensatz zu normalen Zahnprothesen fällt die Eingewöhnung nicht schwer und auch das Sprechen, Lachen und essen kann sicher und frei erfolgen.

Die Planung spielt bei der Implantation eine wichtige Rolle. Die Nutzung einer hochauflösenden 3-D-Bildgebung ist die beste Voraussetzung für präzises Arbeiten.

Für wen sind Zahnimplantate geeignet?

Ein Implantat ist nicht für jeden Patienten die passende Lösung. Es hängt deutlich von der Ausgangssituation ab, kann aber in den meisten Fällen erfolgreich eingesetzt werden. Sie können mit Implantaten nur eine einzelne Lücke mit einer Krone füllen, oder mit ihnen als Brücke mehrere fehlende Zähne ersetzen und natürlich liegt auch ein komplettes Gebiss im Rahmen der Möglichkeiten. Manche Krankheiten, Rauchen oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten können sich dabei einschränkend auswirken. Grundsätzlich besteht bei der Indikation keine Altersbegrenzung.

Wie werden Implantate eingesetzt?

Für die Planung wird mit modernster Technik gearbeitet und die die sogenannte Digitale Volumentomographie (DVT) genutzt. Hierbei handelt es sich um eine dreidimensionale Röntgendiagnostik, die dank modernster Technik mit niedriger Strahlendosis arbeitet. Sie stellt naturgetreue Abbildungen des Kiefers, der Kieferhöhlen und der Kiefergelenke dar. Diese hoch komplizierte Technik wird bei Spezialisten in der deutschsprachigen Zahnmedizin zur Verfügung gestellt, die im größten Netzwerk von 3D-Röntgeninstituten mit digitaler Volumentomographie arbeiten. Dort werden jährlich mehr als 3000 DVTs angefertigt. Der Gründer dieses Netzwerkes, Prof. Dr. Axel Bumann, unterstützt Zahnärzte bei der Auswertung als wissenschaftlicher Berater.

Nach der Planung wird die weitere Vorgehensweise dem Patienten am Bildschirm gezeigt und kurze Zeit später können die Titanstifte, die als neue Zahnwurzel bzw. Halterung für den Zahnersatz dienen, in einem chirurgischen Eingriff eingesetzt werden. Eine anhand der 3D-Bilder von Zähnen, Knochen und Nervenkanälen hergestellte exakte Bohrschablone sorgt für den exakten Sitz der Implantate. Das Zahntechnikerlabor Gäßler hat die sogenannte „Ulmer Bohrhülse“ entwickelt, die auch bei schwierigen Ausgangssituationen für größtmögliche Sicherheit sorgt.

Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt, alternativ ist eine Vollnarkose möglich. In den nächsten drei bis sechs Monaten muss sich das Implantat mit dem Kieferknochen verbinden. Für diese Zeit wird ein Provisorium angefertigt, das die noch vorhandene Lücke ausfüllt. Nach der Einheilung wird der hergestellte Zahnersatz nahezu unsichtbar auf dem Implantat befestigt.

Besondere Ausgangssituation

Manchmal reicht das Knochenangebot des Kiefers für ein Implantat nicht aus, weil es sich wegen fehlender Kaubelastung zurückgebildet hat. Heute stehen verschiedene Möglichkeiten der Wiederherstellung zur Auswahl, sodass trotzdem ein Zahnimplantat eingesetzt werden kann.Mit diesen modernster Technik ist bei Bedarf der Knochenwiederaufbau möglich. Dazu stehen biologische Ersatzmaterialien zur Auswahl, die mit Proteinen den Knochen zum Wachstum anregen. Das ist beispielsweise das Protein Emdogain®, das seit längerer Zeit erfolgreich eingesetzt wird. Es wurde weltweit bereits bei einer Million Patienten verwendet.

Letzte Aktualisierung am 14.07.2016.
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